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Herbie Hancock - 70 Jahre Musikgeschichte

Herbie Hancock Portrait

Am 12.4. feierte einer der einflussreichsten lebenden Musiker und Komponisten seinen 70ten Geburtstag - Herbie Hancock. Jeder dürfte mindestens eine seiner Kompositionen, Lieder oder Soundtracks kennen, sein Name dagegen dürfte nicht jedem so bekannt sein. Zumindest alle Jazz-, Soul- und Funkhörer wissen sofort bescheid - Herbie Hancock: begnadeter Pianist, Improvisationsquelle, Visonär. Seine Stücke sind zumeist zeitlos. Er selbst wirkt dabei ewig jungblieben. Die 70 Jahre sieht man ihm wahrlich nicht an.

Nachdem er bereits in jungen Jahren Piano spielen lernte, erlangte er mit dem Jazz-Klassiker “Watermelon Man” auf seinem Debutalbum “Takin’ Off”  im Jahre 1962 Unsterblichkeitsstatus. Übrigens: Das Album erschien damals auf dem renommierten Blue Note - Label, welches nach mehreren Verkäufen Ende der 1970ger eingestellt wurde. 1985 übernahm das Beastie Label Capitol Records den Namen Blue Note und den gesamten Katalog und feierte u.a. mit Nora Jones oder Al Green kommerzielle Erfolge.

Miles Davis arbeitete kurze Zeit danach bis 1968 mit dem damals 23jährigen zusammen. In dieser Zeit beginnt Herbie Hancock sich zunehmend mit dem E-Piano auseinanderzusetzen und beeinflusst damit auch die Musik von Miles Davis. In den 1970gern experimientierte er zunehmend mit elektronischen Instrumenten und Synthesizern. Die Strahlkraft des Funk beeinflusste sein Schaffen in den Folgejahren. Die bekanntesten Hancock’s - Alben dieser Dekade sind Fat Albert Rotunda (1970), Mwandishi (1971), Sextant (1973) sowie Head Hunters (1974).

Mit “Rockit” landet er Anfang der 1980ger einen der größten Instrumentalhits (Album “Future Shock” (1983)) und ist gleichzeitig Wegbereiter für das Scratchen. Mit dem sog. Turntablism etabliert sich daraus über die Jahre eine eigene Kunstform sowie ein fester Bestandteil der HipHop Kultur. Herbie Hancock erhält 1984 seinen ersten von späteren 12 Grammy’s. Selbst ein Oscar-Filmpreis (1986) für die beste Filmmusik für den Jazzfilm Round Midnight bleibt ihm nicht verwehrt.

Wie nachhaltig Herbie Hancock’s musikalisches Schaffen ist, verdeutlicht nicht nur die Acid Jazz Crew US3. Über 20 Jahre nach dem Original feiern sie in den 1990gern mit ihrer Interpretation von Hancock’s “Cantaloupe Island” einen beachtlichen Erfolg. Auch andere Interpreten oder DJ’s lassen sich von Hancock’s Stücken inspirieren oder greifen auf Samples von ihm zurück, z.B. LL Cool J mit “1-900-LL-Cool-J”. Bei einem der Tibetan Freedom Concerts in Washington 1998 teilen sich auch die Beastie Boys mit ihm die Bühne.

Auf die Kreativität! Nachträglich, Alles Gute einem ganz großen Musiker!

Weitere Links zu Herbie Hancock: offizielle Website, Wikipedia, laut.de; jazzecho.de.


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